Die Bahá´í-Religion

Die Bahá´í glauben, dass Bahá’u’lláh (1817-1892) der Erneuerer der ewigen Religion Gottes ist, die „Sonne der Wahrheit, die in größeren Zeitabschnitten immer wieder neu aufgeht“.

Die Lehren der vorausgegangenen Religionsstifter enthielten stets eine Fülle geistiger Wahrheiten, die in abgewandelter Form in jeder Religion wiederkehren, deren Hauptzweck ist, Liebe und Einigkeit zu fördern. Das Ziel der Bahá´í-Religion ist geistige Erneuerung und die umfassende Vereinigung der ganzen Menschheit.

„O Herr! Zieh Du das Volk aus dem abgründigen Meer des Hasses und der Feindseligkeit, befreie es aus dieser undurchdringlichen Finsternis. Vereinige die Herzen, erleuchte die Augen mit dem Lichte des Friedens und der Versöhnung“.

Unter Bewahrung der kulturellen, religiösen, ethnischen oder sozialen Verschiedenheit muss sich eine Einheit in dieser Vielfalt entwickeln, die Unterschiede der Völker und Kulturen als Reichtum ansieht. Auf der ganzen Welt werden in den Bahá´í-Gemeinden Projekte durchgeführt, die sowohl die geistige als auch die materielle Entwicklung der Gesellschaft zum Ziel haben. Mehr dazu: www.bahai.de

Einheit geht mit Gleichwertigkeit einher: Ausdrücklich wird die Gleichberechtigung von  Frau und Mann als eine der Vorbedingungen für einen dauerhaften Frieden in der Welt genannt.

„Wenn daher die Frau an Macht und Einfluss zur Stufe des Mannes aufrückt, das Wahlrecht erhält und Einfluss auf die Regierung gewinnt, dann gibt es sicherlich keinen Krieg mehr, denn die Frau ist von Natur aus der ergebenste, standhafteste Anwalt des Friedens.“ ('Abdu'l-Bahá).

Die künftige Weltkultur wird davon geprägt sein, dass es eine Balance zwischen den männlichen und weiblichen Elementen geben wird. Die Ablehnung der Gleichwertigkeit der Geschlechter stellt eine Ungerechtigkeit gegen die Hälfte der Weltbevölkerung dar und fördert störende Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die aus dem Familienkreis zum Arbeitsplatz, ins gesellschaftliche Leben und schließlich bis in die internationalen Beziehungen weiter getragen werden.

„Die Menschheit hat zwei Flügel: den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Nur wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich“('Abdu'l-Bahá).  
Die Förderung der Frauen beginnt bei der Erziehung der Mädchen.

Das Bahá´í-Frauen-Forum (BFF), die Frauenorganisation der deutschen Bahá´í-Gemeinde, unterstützt deshalb Bildungsprojekte für Mädchen. Dadurch werden sie befähigt, zur Entwicklung der Gesellschaft beizutragen.

National und in Ortsgruppen arbeitet das BFF mit Organisationen zusammen, die sich für Frauenrechte einsetzen, so z.B. am internationalen Frauentag. In Publikationen und bei Tagungen, an der alle Menschen teilnehmen können, werden aktuelle Probleme aufgenommen und über Lösungsansätze  beraten.
Aktuelle Termine BFF: (http://bff.bahai.de).

Auch in Hamburg leben Bahá´í, die das Ziel haben, ihre Umgebung positiv zu verändern. Das Gemeindeleben, das die Struktur der Gemeinschaft bildet, besteht aus regelmäßigen Versammlungen und Festen. Zudem werden die Prinzipien der geistigen Entwicklung durch das Studium der Schriften, in Andachtsveranstaltungen, sowie bei Kinder- und Jugendprogrammen vertieft. Diese Aktivitäten stehen allen Menschen offen.
Aktuelle Termine: http://hamburg.bahai.de